Bestattungen

Grundvoraussetzung für den Erwerb einer Grabstätte ist die Zugehörigkeit zur Ev.-Luth. Kirche. Andersgläubige können Grabnutzungsrechte erwerben, soweit sie einer anerkannten christlichen Religionsgemeinschaft angehören. Unser Einzugsbereich ist der Hamburger Westen.

Der Nienstedtener Friedhof hat ca. 4.500 kleine 1-stellige bis große 60-stellige Familiengrabstätten mit unterschiedlichsten Grabmälern. In den älteren Teilen findet man einen einmaligen alten Baumbestand, der, zusammen mit der obligatorischen Heckenbegrenzung, Rhododendron- und Bodendeckerbepflanzung, das Flair dieses Friedhofs ausmacht. Die Standardgrabgröße beruht auf der Möglichkeit 3 Särge beisetzen zu können. Größere Familiengräber erlauben es mindestens 6, 12 oder bis zu 60 Erdbegräbnisse durchzuführen ohne auf eine Doppelbelegung nach 25 Jahren angewiesen zu sein. Gräber dieser Kategorie (Größenordnung) befinden sich im Zentrum sowie im Norden und Süden des Friedhofsgeländes.

Im sogenannten mittleren Waldteil östlich des Hauptweges befinden sich exklusive Waldgräber, die z.T. vom Kirchenvorstand historisch erklärt wurden (Fürst von Bülow, Familie Sieveking). Derzeit gibt es hier nur ein freies 12-stelliges Wahlgrab.

Kleinere 1- und 2-stellige Einheiten wurden in den Erweiterungsteilen geschaffen, die man in den Randbereichen im Osten, Westen und Süden findet. Die 1-stelligen Wahlgräber werden nur in Verbindung mit einem Pflegevertrag über die gesamte Nutzungszeit abgegeben, um einer Verwahrlosung und somit Beschwerden der angrenzenden Nutzer vorzubeugen.

Pro Jahr fallen ca. 250 Bestattungen an, von denen zwischen 52-56% als Erdbeisetzung erfolgen. Ein Feld zur anonymen Beerdigung existiert, bleibt jedoch der ausschließlichen Nutzung der Gemeindeglieder Nienstedtens vorbehalten und setzt neben einer Feier in der Kapelle eine Einäscherung voraus. Bei durchschnittlich 1-3 Bestattungen pro Jahr bildet diese Form der Bestattung auf unserem Friedhof die Ausnahme.

Alternativ dazu gibt es die Beisetzung in Reihengräbern. Sie erlaubt sowohl die Feuer- als auch die Erdbeisetzung im Sarg. Im Gegensatz zur anonymen Beisetzung ist hier die Grablage bekannt und kann durch Einbringung einer Grabplatte dauerhaft kenntlich gemacht werden. Blumenschmuck ist unerwünscht, da die Rasenflächen mittels Mulch-mähern instandgehalten werden.

Um der zunehmenden Anzahl von Feuerbestattungen Rechnung zu tragen, wurden neben den Erdwahlgräbern auch Urnenwahlgräber eingerichtet. Auf ihnen können wahlweise 2 bis 4 Aschenurnen beigesetzt werden. Pflege und Erstanlage werden bei dieser Grabart ausschließlich von Gärtnern der Friedhofsverwaltung durchgeführt. Eine wechselnde Blumenbepflanzung kann in einer Schale erfolgen, ist nach vorheriger Absprache aber auch flächendeckend möglich. Als Grabmale dürfen ausschließlich Kissensteine verwandt werden.

Sämtliche Arten gärtnerischer Gestaltung und Bepflanzung können bei der Friedhofs-verwaltung telefonisch oder persönlich in Auftrag gegeben werden.

Trauerfeier

Kirchliche Trauerfeiern werden in der Kapelle des Friedhofs durchgeführt, in Ausnahmefällen - wenn mindestens 150 Teilnehmer erwartet werden - auch in der Nienstedtener Kirche. Redner sind bei Trauerfeiern nicht zugelassen! Für Nichtmitglieder der Landeskirchen kann nach Rücksprache mit den Pastoren der Wohngemeinde eine kirchliche Trauerfeier in der Kapelle durchgeführt werden. Es ist ratsam, den/die jeweils zuständige(n) Pastor(in) um die Begleitung und die Durchführung des Trauergottesdienstes zu bitten.

Die Pastoren stehen als Seelsorger zur Verfügung. In einem ausführlichen Trauer-gespräch mit der Pastorin oder dem Pastor werden die Inhalte der Trauerfeier (Texte, Musik, Lieder u.a.) besprochen und das Leben des / der Verstorbenen als vor Gott einzigartigem Menschen in angemessener Weise gewürdigt. Eine für die Hinterbliebenen auch über die Trauerfeier hinausgehende Seelsorge ist möglich.

Voraussetzungen und Formalitäten

Bei Eintritt eines Sterbefalles muss mit der Friedhofsverwaltung ein Termin für einen Grabkauf vereinbart werden, sofern keine Grabstätte vorhanden ist. Von Vorteil erweist sich hier ein Vorauskauf, der allerdings erst ab 3-stelligen Gräbern möglich ist. Auf dem Nienstedtener Friedhof wird von dieser Form der Grabauswahl zunehmend Gebrauch gemacht. Da kein Sterbefall vorliegt, entfällt der Entscheidungsdruck und man kann unbefangener die zukünftige Ruhestätte auswählen. In der Regel werden mehrere in Frage kommende Gräber erfasst, die anschließend in einem Friedhofsplan fixiert werden. Vor der endgültigen Festlegung können dann noch weitere Familienmitglieder in die Entscheidungsfindung eingebunden werden. Auf diese Weise können 3-4 Wochen bis zur „richtigen Auswahl“ des jeweiligen Wunschgrabes vergehen.

Wichtigste Voraussetzung für den Grabkauf ist und bleibt aber die Mitgliedschaft in der Ev.-luth. Kirche bzw. einer nahestehenden Glaubensgemeinschaft. Über weitere Bestimmungen zur Bestattung auf dem Nienstedtener Friedhof erhalten Sie im Friedhofsbüro ausführlichere Informationen.