Verkauf:

Kirchenbüro,
Nienstedtener Marktplatz 19a
Nienstedtener Kirche,
sonntags von 10-15 Uhr,
Elbchaussee 410

Die Mühleisen-Orgel der Nienstedtener Kirche

Am 6. Mai 2001 wurde in der Nienstedtener Kirche die Orgel der Orgelbaufirma Mühleisen (Leonberg/Württemberg) festlich eingeweiht. Alle Bau- und Nebenkosten konnten durch zahlreiche und großzügige Spendengelder finanziert werden.

Hinter dem unter Denkmalschutz stehenden Orgelprospekt von 1906 (Architekt Fernando Lorenzen und der Altonaer Maler Möller) wurde eine völlig neue Orgel mit 34 Labial- und Zungenstimmen, verteilt auf Hauptwerk, Schwellwerk und Pedal errichtet. Die Disposition des Instrumentes orientiert sich am süddeutschen Orgelbau, der wiederum praktizierte Nähe zum französischen Orgelbau aufweist. Sonore Klangeigenschaften in den Grundstimmen, wenig Klangschärfe in den hohen Lagen, spritzige Flötenstimmen, farbige Aliquoten, weiche Streicherstimmen und kräftige, voluminöse Zungenregister zeichnen diesen Stil aus. Die Qualität einer Orgel wird neben ihren klanglichen Eigenschaften in großem Maß durch ihre Spielart mitbestimmt, und so verfügt die Orgel über eine schnell repetierende und "spielfreudige" Hängetraktur.

Bei der Orgelanlage verbinden sich die Prinzipien einer klassische Bauweise mit dem Stand der heutigen Orgeltechnik. So hat der Spieler die Möglichkeit die einzelnen Registerzüge mechanisch mit der Hand zu ziehen oder sich der elektronische Setzeranlage, die 576 Registrierkombinationen ermöglicht, zu bedienen.

Wie schon die vorletzte Orgel des Orgelbauers Arp Schnitger (Baujahr 1681) verfügt die Mühleisen-Orgel über einen Cymbelstern. Er bestehend aus 8 gegossenen Schalenglocken, die durch Wind angetrieben werden und sich im Orgelinneren befinden.

Disposition der Mühleisen-Orgel
in der Nienstedtener Kirche

l Manual Hauptwerk C - g '''

ll Manual Schwellwerk C - g '''
1. Bourdon 16'   1. Principal 8'  
2. Principal 8'   2. Bourdon 8'  
3. Gedackt 8'   3. Salicional 8'  
4. Gamba 8'   4. Voix céleste 8' ab c°
5. Unda maris 8'   5. Aeoline 8'  
6. Octave 4'   6. Fugara 4'  
7. Spitzflöte 4'   7. Flûte octaviante 4'  
8. Quinte 2 2/3'   8. Nazard 2 2/3'  
9. Superoctave 2'   9. Doublette 2'  
10. Mixtur 4-6fach 1 1/3'   10. Tierce 1 3/5'  
11. Trompete 8'   11. Mixtur 5fach 2'  
12. Cornett 5fach 8' ab f° 12. Basson 16'  
        13. Trompette harmonique 8'  
        14. Hautbois 8'  
        15. Clairon 4'  
 

Pedalwerk C - f'
1. Subbaß 16'
2. Octavbaß 8'
3. Flûte 8'
4. Violonbaß 8'
5. Octave 4'
6. Posaune 16'
7. Trompete 8'
 
 

Koppeln: II/I, I/Ped., II/Ped., II/II 16', II/Ped. 4'
Mechanische Spieltraktur "Hängetraktur"
plus elektronischer Setzeranlage 64-fach
Tremulant Schwellwerk mit Überdruck
Cymbelstern mit Windantrieb: 8 gegossene Schalenglocken
Erbauer: Werkstätte für Orgelbau Mühleisen GmbH (Leonberg)
Baujahr 2001