Die Architektur unserer Kirche
Die Nienstedtener Kirche wurde 1750/51 als Fachwerk-Kirche mit massiv gemauertem Turmkörper und hölzernem Dachstuhl errichtet. 1748 hatte der dänische König Frederik V. die Baugenehmigung erteilt.
Der Innenraum der Kirche ist ein Saalbau mit an drei Seiten umlaufenden Emporen, deren Stützen bis unter das Deckengesims durchlaufen. Zwei Reihen von Holzstützen teilen den Raum in drei Teile. Diese Stützen tragen das hölzerne Korbbogengewölbe des Mittelraumes und an der Süd- und Nordseite die durchlaufenden Emporen. Unter der Orgelempore befanden sich ursprünglich vier freistehende Holzstützen (zwei davon durch Mauerpfeiler ersetzt) für den Turm. Auf die Orgelempore führt zu beiden Seiten des Eingangs eine Treppe mit Geländer in Balusterform.
Die heutige Ausstattung stammt im Wesentlichen aus der Erbauungszeit der Kirche. Von der Ausstattung der Vorgängerkirchen erhalten blieben Glocken und Abendmahlsgeräte. Ein mittelalterlicher bronzener Taufkessel wurde 1896 an die neu erbaute Kirche in Blankenese abgegeben. Ein geschnitztes Altarrelief befindet sich im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum Schloß Gottorf. Zum bauzeitlichen Bestand gehören: der Kanzelaltar sowie das Gestühl auf den Emporen (mit eingeschnittenen Familiennamen des 18. und 19. Jahrhunderts), ebenso an der Nordseite neben dem Altar die große, als Sakristei dienende Laube in schlichten Formen mit holzvergitterten Fensteröffnungen und profiliertem Gesims, wie auch die drei weniger tiefen, fünfachsigen Lauben. Ebenfalls bauzeitlich sind die vier fünfachsigen (auch ,,Betstühle“ genannten) Lauben an der Südseite.